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Bundesweiter Wettbewerb "Jugend filmt Bionik"
Die aktuelle Kampagne zur Stärkung der MINT-Berufe wird durch das
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche
Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert
"Jugend filmt Bionik - Innovationen aus der Natur" heißt der neue, kreative
Filmwettbewerb, den die Münchner futurevision gGmbH im Rahmen eines vom
BMBF und der DBU geförderten Bildungsprojektes bundesweit ausschreibt.
Jugendliche sollen über das Medium Film an die Querschnittswissenschaft
Bionik herangeführt werden. Sie erhalten damit in ihrer Berufsorientierungs-
phase praktische Einblicke in Forschungseinrichtungen und die Arbeitsprozesse
innovativer Unternehmen.
Nachhaltiges Ziel des Wettbewerbs ist es, "Jugendliche heute über das Medium
Film für die Bionik zu begeistern, damit sie morgen Ingenieurstudiengänge
belegen und der Wirtschaftsstandort Deutschland sich auch übermorgen noch
mit innovativen und umweltverträglichen Produkten erfolgreich im globalen
Wettbewerb behaupten kann", so der Leitgedanke der Geschäftsführerin von
futurevision gGmbH, Silke Kraus.
Unter fachkundiger Anleitung von BIOKON-Forschern und der Bavaria Film
drehen Jugendliche in Kleingruppen in fünftägigen Intensiv-Workshops
professionelle Kurzfilme zur Querschnittswissenschaft Bionik. Drehorte sind die
freie Natur, Forschungseinrichtungen und innovative Unternehmen. Parallel
werden bundesweit Fortbildungen für Lehrer und Multiplikatoren durchgeführt.
Dabei geht es um die didaktische Vermittlung von Grundkenntnissen in Bionik
und Medienkompetenz. So können die Pädagogen mit den Jugendlichen
eigenständig Filme zur Bionik drehen und beim Medienwettbewerb einreichen.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Medienprojekt
über die Fördermaßnahme „BIONA – bionische Innovationen für nachhaltige
Produkte und Technologien“. Durch eine zukunftsweisende Innovationspolitik
und den Aufbau strategischer Partnerschaften zwischen Bildung, Wissenschaft
und Wirtschaft sollen zukünftig vermehrt Forschungsergebnisse in marktfähige
Produkte überführt und damit die internationale Position Deutschlands gestärkt
werden. Damit werden insbesondere auch der innovative Mittelstand und junge
High-Tech-Unternehmen gefördert. Doch nicht nur in Forschung und
Entwicklung spielt die Bionik eine zukunftsweisende Rolle, sie kommt auch bei
Jugendlichen gut an und begeistert sie für Natur und Technik. „Jugend filmt
Bionik“ führt Jugendliche an das breite Einsatzspektrum von Naturinspirierten
Innovationen und ihre vielfältige Anwendbarkeit heran und soll wichtige Impulse
für die „Bildungsrepublik“ Deutschland mit Blick auf nachhaltiges Wirtschaften
geben.
Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Annette
Schavan hat zusammen mit den deutschen Arbeitgeberverbänden eine
Kooperationsinitiative gestartet, die den Nachwuchs motivieren will, vermehrt
MINT-Studienfächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu
belegen. Sie reagieren damit auf den zu erwartenden Fachkräftemangel in den
Natur-wissenschaften und Ingenieurberufen.
DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde: „Die Bionik ist eine Zukunfts-
wissenschaft, die ökologische und ökonomische Lösungsmöglichkeiten für die
Probleme unserer Zeit entwickelt. Sie steht für das Denken neuer Wege, um die
genialen Problemlösungen der Natur für moderne und umweltschonende
Technologien auf breiter Basis umzusetzen. Wir fördern ‚Jugend filmt Bionik’,
weil Jugendliche dabei Forschern bei ihrer Suche nach biologischen Mustern
über die Schulter schauen können. Der Filmwettbewerb trägt wesentlich dazu
bei, bionische Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft bekannter zu
machen.“
Bionik - zusammengesetzt aus Biologie und Technik - ist eine anwendungs-
orientierte Wissenschaft, in der Naturwissenschaftler und Ingenieure
interdisziplinär zusammenarbeiten. Die Bionik beschäftigt sich mit der
Entschlüsselung Jahrmillionen alter Konstruktionsprinzipien aus der Natur und
ihrer innovativen Umsetzung in neuartige Produkte und Technologien. Bionische
Prinzipien finden sich überall im täglichen Leben. Der Klettverschluss an
Schuhen, Taschen und Textilien ist nicht mehr wegzudenken. Der "Lotus-Effekt"
hat die Erfindung von selbstreinigenden und schmutzabweisenden Ober-
flächenmaterialien bei Flachglas und Fassadenfarben ermöglicht. Die Schnauze
des Delphins stand Pate beim Bau birnenförmiger Bugaufsätzen bei Schiffen zur
Treibstoff-Verringerung.
Kooperationspartner sind das Bionik-Kompetenznetzwerk BIOKON, das
internationale Bionik-Zentrum und die Bavaria Film GmbH. Unterstützt wird das
Projekt von der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA),
Berlin Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW), VdU, FELSS
GmbH, Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL), Institut für Film
und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU), Deutsches Jugendherbergswerk
(DJH).
Teilnahmeberechtigt sind Jugendliche zwischen 16 und 21 Jahren,
Schulklassen, Auszubildende sowie außerschulische Jugendgruppen. Die
Online-Bewerbung zur Teilnahme kann fortlaufend erfolgen.
Einreichfrist für Wettbewerbsfilme ist 15.7.2011. Das Projekt wird durch einen
wissenschaftlichen Fachbeirat beraten. Eine Fachjury wählt aus den
eingereichten Beiträgen die besten Filme aus. Höhepunkt und gleichzeitig
glanzvoller Abschluss des Projekts wird die Preisverleihung am 30.9.2011 im
Deutschen Museum München sein. Vor großem Publikum und in Anwesenheit
von Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft werden die
Siegerteams und ihre prämierten Filmbeiträge vorgestellt. Zu gewinnen gibt es
attraktive Sachpreise und die Teilnahme an außergewöhnlichen Events sowie
Urkunden für alle Teilnehmer.
Ab sofort können sich auch Unternehmen melden, die eine
Projektpatenschaft übernehmen und damit ihre Türen für interessierte
Jugendliche öffnen möchten. Sie präsentieren sich damit als attraktive
Arbeitgeber und gestalten den kreativen Prozess von Anfang an mit. Außerdem
profitieren sie vom positiven Image des Medienprojekts und erweitern den
eigenen unternehmerischen Blickwinkel durch den Austausch mit Partnern aus
Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft.
Aktuell wurde Jugend filmt Bionik vom Rat für Nachhaltige Entwicklung
mit dem Qualitätslabel als impulsgebendes „Werkstatt N-Projekt 2011“
ausgezeichnet.
Ausführliche Informationen zum Thema Bionik und dem Wettbewerb unter:
www.jugendfilmtbionik.de.
futurevision gemeinnützige GmbH, München wurde 2007 von Silke Kraus gegründet.
futurevision konzipiert und realisiert innovative, erlebnisorientierte Kultur-, Medien- und
Jugendprojekte, die eine nachhaltige Berufs- und Lebensperspektive vermitteln. Das
Pilotprojekt wurde von Bundespräsident Horst Köhler als eines der 150 innovativsten
Nachhaltigkeitsprojekte Deutschlands zur Woche der Umwelt nach Berlin eingeladen.
futurevision gGmbH
Geschäftsführung und Projektleitung: Silke Kraus
Knorrstr. 27
80807 München
www.futurevisionprojekt.de
www.jugendfilmtbionik.de
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